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«Klimafreundlich»-Kennzeichnung wird strenger

Die Kennzeichnen von klimafreundlichen Produkten verändert sich, die Bezeichnung «klimaneutral» verschwindet in vielen Fällen.

Die beiden Klimaschutzfirmen Climate Partner und Myclimate revidieren ihre Labels. Zunehmende Kritik an Greenwashing beim Thema Klimaneutralität führt dazu, dass Climate Partner das bisherige «Klimaschutz»-Label mit einer Übergangsphase abschafft und ein neues Label einführt, wie die Tamedia-Zeitungen berichten. Davon sind auch Produkte wie Focuswater von Rivella, Ovomaltine oder Café Royal von Migros betroffen, die bisher als «klimaneutral» oder «mit klimaneutraler Verpackung» gekennzeichnet werden.
Mehrere Studien hätten gezeigt, dass die Konsumenten nicht richtig verstünden, was es bedeute, wenn Produkte als «klimaneutral» gekennzeichnet werden, wird Vanessa Müller, Geschäftsführerin von Climate Partner Switzerland, zitiert. Umweltschützer und Wissenschaft kritisierten ferner, dass sich Unternehmen dabei mit Emissionszertifikaten «freikaufen» können, statt eigene Emissionen zu reduzieren.
Unternehmen müssen sich bei Climate Partner neu zu verbindlichen Reduktionszielen und Massnahmen verpflichten, bisher sei es nur empfohlen worden. Sie dürfen sich auch nicht mehr klimaneutral nennen, sondern nur «Climate Partner-zertifiziert». Ferner dürfen kompensierte Emissionen nicht mehr dem eigenen Klimaziel angerechnet werden, sondern werden von dem Land verrechnet, in dem das Projekt stattfindet.
Auch die Stiftung Myclimate schafft das Label «klimaneutral» ab. Neu wird das Label «Wirkt. Nachhaltig» vergeben, das keine Verpflichtung zu Reduktionszielen enthält.
Das Beratungsunternehmen Swiss Climate wird ebenfalls seine Labels und Formulierungen anpassen, wie es weiter heisst. Das Label «CO2-neutral» wird mit einem noch zu definierenden neuen Label ersetzt. Swiss Climate hat schon bisher Reduktionsziele verlangt und will die Qualität von Kompensationen und Klimaprojekten steigern.
Rivella will selber mehr reduzieren
Bei Rivella will man deshalb vermehrt auf direkte CO2-Reduktion im Unternehmen setzen, wie Rivella-Sprecherin Monika Christener gegenüber foodaktuell erklärte. In Bezug auf die künftige Kommunikation der CO2-Thematik prüfe man verschiedene Möglichkeiten. «Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind fest in unserer Marke verankert und haben einen hohen Stellenwert.» Man prüfe deshalb laufend die Möglichkeiten, um die Produkte so nachhaltig wie möglich zu produzieren und im Handel zu verkaufen. «Um unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, arbeiten wir mit Hochdruck an verschiedenen Projekten in den Bereichen Energie, Verpackung und Produkt.» So installiere man aktuell eine grosse Solaranlage auf den Fabrikdächern.
Kritik bezüglich Greenwashing gab es im letzten Jahr auch an der Marke Tilsiter, weil sie mit dem ersten klimaneutralen Tilsiter warb, aber nicht alle Emissionen miteinberechnete. Tilsiter will an der Bezeichnung festhalten, trotz Verlust des Climate-Partner-Labels, wie Urs Hänni, der Geschäftsführer der Sortenorganisation Tilsiter, gegenüber Tamedia sagte: «Wir haben bereits ausländische Händler, die sich für dieses Produkt interessieren.»$
Bei Wander sind nicht viele Produkte betroffen
Bei Wander heisst es, man prüfe den neuen Labelvorschlag von Climate Partner und werde die Verpackungen entsprechend anpassen. Man setze die Kennzeichnung «klimaneutrale Verpackung» nur auf wenigen Kartonverpackungen ein. «Wir werden unsere Kompensationsstrategie überprüfen und entscheiden, wie wir am besten vorgehen», sagte Wander-Sprecherin Michèle Ernst. Es sei klar, dass man eigene CO2-Emissionen weiter reduzieren wolle. So ermögliche eine neue Produktions- und Abfülllinie den Einsatz von nachhaltigeren Verpackungen und man sei für weitere Entwicklungen in diesem Bereich gerüstet. «Im Bereich Energie sind verschiedene Abklärungen und Projekte im Gang, die den Ausstieg aus fossilen Energieträgern möglich machen sollen.»

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