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Tchibo streicht hunderte Stellen

Der Kaffeeröster baut in Deutschland erstmals seit der Jahrtausendwende massiv Personal ab. Vor allem im Verkauf der Gebrauchswaren ist es schwierig. Die eigentlichen Probleme löst die Massnahme aber nicht.

(zVg)

Die Liste der Geschäftsschliessungen der Kaffeemarke ist lang. In ganz Deutschland macht Tchibo Geschäfte dicht, wie Medien schreiben. Mietverträge seien ausgelaufen und Nachfolgeverträge wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen. Oder Läden würden aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr rentieren. Diese und ähnliche Gründe werden in den Zeitungen von Tchibo-Sprechern angeführt.
Bisher sorgte der schleichende Rückzug von Deutschlands grösstem Kaffeeverkäufer kaum für Aufsehen. Doch nun macht der erste grosse Stellenabbau in dem Familienunternehmen seit der Jahrtausendwende die Krise offensichtlich. Noch in diesem Jahr sollen 300 Stellen gestrichen werden, wie Welt aus einer internen Quelle zitiert. Auch in der Schweiz werden Filialen geschlossen, wie zum Beispiel diejenige in Brugg, wie die Aargauer Zeitung kürzlich berichtete.
Betroffen sei vor allem die Unternehmenszentrale in Hamburg, aber auch in anderen Städten. Bis Mitte Juli wolle die Geschäftsführung die Betroffenen darüber informieren, dass sie ihre Jobs verlieren. Erst vor wenigen Wochen wurde den Beschäftigten mitgeteilt, dass die übliche jährliche Gehaltserhöhung in diesem Jahr ausfällt. Begründet wurde dies damit, dass das vergangene Jahr das finanziell gesehen schlechteste Jahr in der fast 75-jährigen Firmengeschichte gewesen sei.
Das Kaffeegeschäft bescherte Tchibo viele Jahrzehnte wirtschaftliche Sicherheit. Filterkaffee oder Arabica-Espresso hätten Schwankungen des Einzelhandels mit Artikeln des täglichen Lebens ausgeglichen. Dieses Geschäft gelinge nun nicht mehr. Ausserdem habe das Unternehmen laut Welt zu viel Ware eingekauft und bleibe nun darauf sitzen.
Konkurrenz erhält die Kaffeekette insbesondere von Einzelhändlern wie Edeka oder Rewe, die schon längst eigene Sortimente ähnlicher Gebrauchswaren führen würden, wie Thomas Roeb, Wirtschaftswissenschaftler an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Welt erklärt. Die Alleinstellung von Tchibo mit den Depots in den Supermärkten gebe es nicht mehr. Der Wettbewerb in den Innenstädten habe sich verschärft. Tchibo sei ein Frequenznutzer.
Der Kaffeekonzern mit einem Umsatz von 3,3 Milliarden, hat in Deutschland noch rund 7'100 Beschäftigte, zusammen mit dem Auslandsgeschäft sind es 11'230 Arbeitsplätze. Rund 2500 Stellen gibt es in Hamburg. Das Unternehmen betreibt in acht Ländern rund 900 eigene Shops und bestückt nach eigenen Angaben im Einzelhandel rund 24'200 sogenannte Depots mit Kaffee und Gebrauchswaren. Hinzu kommt der Onlinehandel.

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