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EU-Aquakultur stagniert trotz umfangreicher Förderung

Mit über einer Milliarde Euro hat die EU in den letzten Jahren die Aquakultur gefördert. Die macht aber keine Fortschritte, wie ein Bericht des EU-Rechnungshofes zeigt. Die Produktion stagniert.

(zVg)

1,2 Milliarden Euro hat die EU 2014 bis 2020 für die Förderung der Aquakultur in der Union bereit gestellt. Die Aquakultur ist ein wichtiges Element der Strategie für die sogenannte blaue Wirtschaft der EU. Die Aquakultur trägt zur Ernährungssicherheit bei und wird im Rahmen des europäischen «Green Deals» als Proteinquelle mit vergleichsweise geringem CO2-Fußabdruck gefördert.
Laut einem am Donnerstag vom Europäischen Rechnungshof veröffentlichten Bericht scheint die Aquakultur in der EU aber trotz massiver Förderung keine Fortschritte zu machen. Laut dem Bericht hat sie zwischen 2014 und 2020 insgesamt stagniert. In Italien und Frankreich, die zu den größten Erzeugerländern zählten, sei ihr Volumen sogar zurückgegangen, schreibt der Europäische Rechnungshof in einer Mitteilung. Zudem sei die Zahl der Aquakultur-Betriebe rückläufig, und die Anzahl der dort Beschäftigten sei zwischen 2014 und 2020 von rund 40'000 auf rund 35'000 zurückgegangen.
Nachhaltigkeit lässt sich nicht bewerten
Die Prüfer des Rechnungshofes weisen auch auf Schwachstellen im Überwachungssystem hin. So haben sie laut Mitteilung keine einheitlichen Indikatoren finden können, die es ihnen ermöglicht hätten, die ökologische Nachhaltigkeit der Branche zu bewerten, obwohl diese zu den Hauptzielen der EU-Politik gehöre. Noch schlimmer sei die Lage bei den derzeit vorliegenden Daten darüber, was mit den EU-Mitteln erreicht wurde. Diese Daten seien weder in sich stimmig noch zuverlässig: Die Ergebnisse seien eindeutig überbewertet, Werte würden dreifach gezählt, und je nach gewähltem Berichtssystem schwankten die Zahlen. Daher hätten die Prüfer den Beitrag der EU-Fonds zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit der Aquakultur oder zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit nicht ermitteln können.
Zum Hintergrund
Im Jahr 2020 belief sich die Aquakulturproduktion der EU auf insgesamt 1,1 Millionen Tonnen, was weniger als 1 % der weltweiten Gesamtproduktion entspricht. Spanien, Frankreich, Griechenland und Italien sind die wichtigsten Erzeugerländer der EU. Auf sie entfallen etwa zwei Drittel der gesamten EU-Produktion.

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