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Angriffe im Roten Meer gefährden Lieferketten

Nach mehreren Angriffen von Huthi-Rebellen auf Handelsschiffe meiden inzwischen mehrere Logistik-Unternehmen die Route durch das Rote Meer. Dadurch steigen die Transportkosten pro Container massiv an.

Auch der Reedereiriese Maersk meidet derzeit das Rote Meer.

Quelle: Pixabay

Seit Huthi-Rebellen im Roten Meer Handelsschiffe angreifen, ist die Zufahrt zum Suezkanal und damit die Route zwischen Asien und Europa gestört. Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO meiden inzwischen 18 Logistik-Unternehmen die Route durch das Rote Meer. Die Unternehmen würden wegen der Angst vor Angriffen ihre Schiffe um Südafrika herum umleiten, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez am Mittwoch vor dem Weltsicherheitsrat in New York. Laut der Logistikplattform Project44 verlängert sich dadurch die Transitzeit um sieben bis 14 Tage. Am Dienstag hatte erst der Reedereiriese Maersk angekündigt, den Frachtverkehr durch das Meer sowie den Golf von Aden bis auf Weiteres zu pausieren.
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen greifen seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges immer wieder Schiffe im Roten Meer an, namentlich in der Strasse von Bab al-Mandeb, um sie an einer Durchfahrt in Richtung Israel zu hindern. Für den Welthandel gilt das Rote Meer als einer der wichtigsten Schifffahrtswege, weil es das Mittelmeer über den Suezkanal in Ägypten mit dem Indischen Ozean verbindet.
Die Angriffe stellten ein «erhebliches internationales Problem» dar, beklagten am Mittwoch die Regierungen von zwölf Ländern, darunter von Deutschland und den USA, in einer gemeinsamen Erklärung. Fast 15 Prozent des internationalen Seehandels nutzt demnach das Rote Meer als Seeweg; die Route sei wichtig für den Handel von Getreide, Erdöl und Flüssigerdgas. Die Umleitung über das Kap der Guten Hoffnung verteuere und verzögere die Lieferung von Waren - was letztlich den Verkehr von wichtigen Lebensmitteln, Kraftstoffen und humanitärer Hilfe auf der ganzen Welt gefährde.
Frachttarife zum Teil verdoppelt
Tatsächlich haben bereits verschiedene Reedereien ihre Frachttarife zum Teil massiv erhöht. Die französische Reederei CMA CGM etwa kündigte an, dass sie ihre Frachttarife für den Handel zwischen Asien und dem Mittelmeer ab dem 15. Januar fast verdoppeln wird. Der Transport eines 40-Fuss-Containers zwischen Asien und dem westlichen Mittelmeer wird von 3000 US-Dollar auf 6000 US-Dollar steigen. Für einen 20-Fuss-Container werden 3500 US-Dollar fällig, bisher waren es 2000 US-Dollar.
Auch der italienisch-schweizerische Weltmarktführer MSC erhöhte am 1. Januar seine Tarife, um die längeren Transitzeiten seiner Schiffe auszugleichen, die nun Afrika umfahren, statt durch den Suezkanal zu fahren. MSC kündigte am 28. Dezember einen Aufschlag von 1000 bis 2000 US-Dollar pro Container für den Handel zwischen dem Mittelmeer und der arabischen Halbinsel, Ostafrika oder dem indischen Subkontinent an.
Die Logistikplattform Project44 geht davon aus, dass es ab Februar zudem zu Problemen bei der Warenverfügbarkeit kommen könnte.

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