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Frischbrot wird weniger nachgefragt

Die Nachfrage nach Frischbrot geht in der Schweiz weiter zurück. Von Juni 2018 bis Juni 2019 wurden 200'000 Tonnen Brot- und Backwaren verkauft, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

von pd/wy

Wertmässig kauften Herr und Frau Schweizer vom Juni 2018 bis Juni 2019 zwar mehr Brot- und Backwaren. Der Umsatz stieg um 1,2 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken. Mengenmässig aber ging der Absatz um 1,4 Prozent auf 200’000 Tonnen zurück. Der Rückgang ist fast ausschliesslich auf sinkende Verkäufe beim Frischbrot zurückzuführen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft BLW in seinem aktuellen Marktbericht zum Getreidejahr 2018/2019 schreibt. Haltbares Brot, Backwaren, Teige und Dauerbackwaren verzeichneten leichte Zuwächse, rückläufig waren die Verkäufe von Patisserie und Torten.

Frischbrote sind mit einem Anteil von 55,4 Prozent die mit Abstand wichtigste Kategorie. Innerhalb dieser Kategorie sank der Anteil von Grossbroten und Zöpfen besonders stark, um 4,6 Prozent auf gut 80 000 Tonnen und um 5,5 Prozent auf knapp 13 600 Tonnen. Bei Kleinbroten und Gipfeli wurden 4,8 Prozent oder 922 Tonnen mehr verkauft.

Die grösste Umsatzsteigerung gab es auch bei Kleinbroten und Gipfeli mit 5,2 Prozent oder 12,8 Mio. Franken. Das BLW macht veränderte Konsumgewohnheiten für die Entwicklung verantwortlich: Statt ein Konfitürenbrot am Morgen würden immer mehr Konsumenten sich unterwegs ein Kleinbrot oder Gipfeli holen. Dazu komme, dass die Nachfrage im Frischbrotbereich weg von den klassischen Weiss- und Ruchbroten hin zu Spezialbroten entwickelt. Damit habe der Durchschnittspreis pro Kilogramm zugenommen.

Ein Wachstumsmarkt sind auch Dauerbackwaren und hier insbesondere Vollkorncracker, wo der Umsatz um 2,2 Prozent stieg.