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Aryzta schrumpft in der ersten Jahreshälfte 2019/20

Der Backwarenkonzern Aryzta ist in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2019/20 geschrumpft. Grund dafür waren weitere Umsatzeinbussen in Nordamerika. Auch der Betriebsgewinn in der Region brach ein. In der zweiten Jahreshälfte soll es jedoch wieder besser laufen.

von sda/hps

(Bild: zVg)

Von August bis Januar setzte Aryzta, zudem auch der Tiefkühlgipfelihersteller Hiestand gehört, insgesamt 1,66 Milliarden Euro um. Das sind 3,2 Prozent weniger als im Vorjahreshalbjahr. Organisch – also Wechselkursveränderungen und Zu- sowie Verkäufe herausgerechnet – betrug das Minus 2,5 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Nach einem Rückgang von 2,5 Prozent im ersten Quartal ging es im zweiten Quartal in einem ähnlichen Tempo, genau gesagt um minus 2,6 Prozent, abwärts. Insbesondere in Nordamerika wurde dabei nochmals ein Umsatzrückgang verbucht. Die Region werde aber fortlaufend verbesserte Umsätze liefern, schrieb Aryzta. Währenddessen habe Europa ein EBITDA-Wachstum geliefert. Dabei lege man den Fokus auf grosse Volumen und effiziente Abläufe, schreibt der Konzern.

Trotz weniger Umsatz mehr Gewinn

Trotz des rückläufigen Umsatzes konnte Aryzta den bereinigten Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) steigern. Er legte um 12 Prozent auf 169,8 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Gewinn von 34,4 Millionen Franken. Nach IFRS wies Aryzta allerdings einen Verlust von 899,2 Millionen Euro aus – nach 4,3 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das Unternehmen hat den Verlust wegen Abschreibungen auf verkaufte oder zum Verkauf stehende Geschäftseinheiten sowie Goodwill in Nordamerika ausgeweitet.