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Bell verkauft Produktionsbetriebe

Die Bell Food Group verkauft zwei Produktionsbetriebe in Ungarn und Frankreich. Damit will der Fleischverarbeiter seine internationalen Charcuterieaktivitäten restrukturieren.

von pd/hps

Bell (Polette) führt in Frankreich ausser dem Betrieb in Saint-André, noch fünf weitere Betriebe. (Bilder: zVg)
Die Fabrik in Perbál wird an die ungarische Spar verkauft.

Die Bell Food Group verkauft ihre Werke in Perbál in Ungarn und Saint-André in Frankreich, wie das Unternehmen mitteilt. Sämtliche Mitarbeitenden würden von den künftigen Eigentümern übernommen. Diese zwei Standorte hätten geringe strategische Perspektiven, schreibt Bell. Damit gestaltet das Unternehmen sein internationales Charcuteriegeschäft weiter um. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte sich Bell aus dem unprofitablen deutschen Wurstgeschäft zurückgezogen und verkaufte die «Zur Mühlen-Gruppe».

Der auf die Herstellung von Charcuterie spezialisierte Produktionsbetrieb in Perbál (HU) werde voraussichtlich per 31.10.2020 an die ungarische Spar veräussert. Der Betrieb erzielte mit knapp 200 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von rund 20 Millionen Euro. Die Spar Ungarn erweitere mit dem Erwerb ihre bestehenden Produktionskapazitäten und sichere die Arbeitsplätze.

Der Betrieb in Saint André sur Vieux Jonc wird an die französische Isla Délice verkauft. Dieser Standort wurde vor allem für das Schneiden und Verpacken von Fleischprodukten und als Logistikdrehscheibe genutzt. Der Übergang sei für Ende Februar 2021 vorgesehen. Isla Délice übernehme sämtliche 70 Mitarbeitenden am Standort. In Frankreich betreibt die Bell Food Group neben Saint André fünf weitere Produktionsstandorte für hochwertige regionale Rohschinken- und Salami-Spezialitäten. Die Aktivitäten von Saint André sollen am Hauptstandort Teilhède integriert werden.

Die beiden Transaktionen hätten keine wesentlichen Auswirkungen auf das operative Ergebnis der Gruppe sowie unwesentliche Einmaleffekte. Über die Kaufmodalitäten gibt Bell keine Auskunft. Die Transaktionen erfolgen ausserdem vorbehältlich der Zustimmung der nationalen Wettbewerbsbehörden.