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Ein gutes Jahr für Schweizer Früchte

Der Obstbau ist bis anhin relativ glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Mehr Sorgen bereiten dem Obstverband die «extremen Agrarinitiativen».

von pd/mos

Heimische Sommerfrüchte verkauften sich sehr gut, weil viele Schweizerinnen und Schweizer zuhause blieben. (Symbolbild Pixabay)
An der Online-Infoveranstaltung anlässlich der 23. Delegiertenversammlung des Schweizer Obstverbandes (SOV) rief Präsident Jürg Hess die Mitglieder zur Bekämpfung der «extremen Agrarinitiativen» auf, wie es in einer Mitteilung des SOV heisst. Eine staatlich verordnete Bioproduktion sei der falsche Weg, so Hess.
Das aussergewöhnliche Jahr 2020 habe auch den Obstbau stark herausgefordert, sagte Hess laut Mitteilung weiter. Der Obstbau sei aber relativ glimpflich davongekommen. Wegen der Corona-Pandemie sei lange Zeit ungewiss gewesen, ob und wie viele Erntehelfer einreisen können. Der Markt für die Sommerfrüchte lief laut dem Obstverband hervorragend. Eine Herausforderung stellten die rekordhohen Mengen an Zwetschgen dar.
Grosse Mengen Mostobst
Die Konzentratlager der Schweizer Mostobstbranche sind derzeit gefüllt und können den Marktbedarf von über zwei Jahren abdecken, wie der SOV weiter schreibt. Neben hohen Erntemengen trage auch der seit Jahren rückläufige Absatz von Apfelsaft bei gewerblichen Mostereien dazu bei. Die coronabedingte Schliessung von Gastronomie und Events erschwere die Lage zusätzlich. Die Lage bleibe angespannt, einfache Lösungen seien nicht zu erwarten, so der SOV.  
Weitere Details im Jahresbericht 2020 des SOV.