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Deutsche schleckten im Corona-Jahr 2020 weniger Glace

Die Deutschen haben letztes Jahr etwas weniger Speiseeis gegessen. Regelrecht eingebrochen ist der Ausser-Haus-Konsum.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
Im Schnitt konsumierte im Jahr 2020 jede und jeder in Deutschland rund 8 Liter Glace, was etwa 114 Kugeln entspricht. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Jahr 2019 (8,4 Liter). Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch umfasst neben Markeneis auch Eisdielen-Eis sowie Soft-Eis, wie der Eis Info Service des Bundesverbandes der deutschen Süsswarenindustrie in einer Mitteilung (BDSI) schreibt.
Wegen den pandemiebedingten Restriktionen haben die Deutschen 2020 deutlich mehr Eis als in den Vorjahren zuhause geschleckt. Die deutlichen Mengenzuwächse bei den Haushaltspackungen (+7,8 %) und Multipackungen (mehrere Klein-Eise in einer Verpackung +8,5 %) im Lebensmitteleinzelhandel konnten die dramatischen Rückgänge beim Impuls-Eis (-29,6 %) und beim Gastronomie-Eis (-47,9 %) nach Einschätzung des BDSI zwar in der Menge, aber nicht beim Umsatz kompensieren.
Mehr verkauft, weniger Umsatz gemacht
Die industriellen Hersteller von Speiseeis haben im Jahr 2020 in Deutschland 575,5 Mio. Liter Speiseeis abgesetzt. Dies entspricht einem Mengenzuwachs von 2,5 % (2019: 561,3 Mio. Liter). Der Umsatz 2020 ging allerdings deutlich um -8,1 % auf 2,37 Mrd. € (2019: 2,58 Mrd. €) zurück. «Die starken Unterschiede zwischen Absatz und Umsatz erklären sich durch den regelrechten Einbruch im Außer-Haus-Verkauf von Speiseeis wegen der langanhaltenden Lockdown-Maßnahmen», wird Ernst Kammerinke, Geschäftsführer des BDSI, in der Mitteilung zitiert.