5

Um ohne Wartezeit zum Artikel zu gelangen, benötigen Sie ein Abonnement.

Bereits registriert oder Abonnent:in?

Login

Jetzt Abo abschliessen

Probe Abo

Kostenlos

Geniessen Sie für einen Monat kostenlos alle Vorzüge eines Premiumabos.

Premium

ab CHF 98.–/Jahr

Online

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Online-Beiträgen.

mit Papierrechnung ab 123.–

Premium Plus

ab CHF 170.–/Jahr

Online

Print

Uneingeschränkter Onlinezugang

Plus monatlich das gedruckte Magazin im Briefkasten.

mit Papierrechnung ab 195.–

Dar-Vida wird nachhaltiger

Der Weizenschrot für Hugs Cracker Dar-Vida stammt künftig aus nachhaltigem Anbau. Dar-Vida bleibt für das Unternehmen ein Umsatztreiber, ebenso wie die Tartelettes.

Biscuitshersteller Hug macht seinen Snack-Klassiker Dar-Vida nachhaltiger. In einem gemeinsamen Projekt mit 11 aargauischen Weizenproduzenten und der Mühle Knecht in Leibstadt bezieht Hug Weizenschrot, der ohne Insektizide und mit einem Minimum an Fungiziden angebaut wird. Weizenschrot wird grob gemahlen, enthält alle Teile des Weizenkorns und damit mehr Ballaststoffe, für Dar-Vida wird eine Mischung aus Biscuitweizen und Weizen der Klasse 2 verwendet.  Hug bezahlt den Bauern dafür eine Prämie. Der Düttinger Landwirt Otto Zimmermann startete 2022 als Pilotbetrieb und erklärte an der Jahresmedienkonferenz von Hug in Malters das Projekt.
Mehr Biodiversität, weniger Krankheiten
Der Weizen wird in weiten Reihen angebaut. Durch die grösseren Abstände zwischen den Pflanzen entstehen dank zusätzlich angesäten Wildblumen Lebensräume für Feldlerche oder Feldhase und ein besseres Mikroklima, das die Biodiversität fördert und auch den Krankheitsdruck für die Weizenpflanzen verringert. Zimmermann erklärte, er habe 40 Prozent weniger Saatgut eingesetzt und trotzdem nur fünf bis zehn Prozent Ernteeinbussen gehabt. 2024 sollen knapp 20 Prozent des Weizenschrot-Bedarfs für die Dar-Vida-Produktion durch den nachhaltigen Weizen abgedeckt werden, das mittelfristige Ziel sind 80 Prozent, wie Hug-Supply-Chain-Manager Thomas Grüter erklärte. Langfristig sollen es 100 Prozent sein.
Bei Hug entsteht – wie bei allen Lebensmittelverarbeitern – ein grosser Teil der CO2-Emissionen bei der Produktion der bezogenen Rohstoffe, also bei Weizen, Zucker und Butter. Weil fast 90 Prozent dieser Rohstoffe aus der Schweiz stammen, kann Hug hier auch etwas bewirken. Das soll nun beim Weizenschrot für Dar-Vida geschehen.
Mehr Umsatz, weniger verkauft
Hug konnte den Umsatz im letzten Jahr um 2,3 Prozent auf 126 Millionen Franken erhöhen. Das sei unter den Erwartungen, hiess es in Malters. Die Steigerung kam durch Preiserhöhungen zustande, mengenmässig war es ein Rückgang von 11825 auf 11241 Tonnen. Stark wachsen, nämlich um zehn Prozent, konnte Hug mit der Marke Dar-Vida, wie Co-Geschäftsleiterin Anna Hug erklärte. Hier habe man Marktanteile gewinnen und sich als Originalprodukt gegenüber der Konkurrenz behaupten können.
Schwieriger ist der insgesamt rückläufige Biscuitsmarkt. Mit der Inflation sind es vor allem Handelsmarken und Importprodukte, die an Umsatz gewinnen. Um dem entgegenzuhalten, lancierte Hug die Marke «Wernli» neu, mit einer breit angelegten TV-Kampagne und dem neu-alten Slogan «Wernli het me gernli».
Weiterhin gut wachsen konnte Hug im Food Service. Tartelettes und Tiefkühlprodukte sind in der Gastronomie und in den Bäckereien gefragt, was nicht zuletzt mit dem Fachkräftemangel zusammenhängt. Hug erzielt inzwischen bereits 40 Prozent des Umsatzes im Food Service, wie Verwaltungsratspräsident Andreas Hug erklärte. Um mit der Nachfrage mithalten zu können, investiert Hug 2024 rund 11 Millionen Franken in eine neue Tartelettes-Produktioinslinie. Diese soll im Spätsommer in Betrieb gehen.
Kosten steigen an
Wichtige Kostenträger sind bei Hug die Rohstoffe und die Energie. Bei den Rohstoffen seien vor allem Schokolade und Zucker teurer geworden, sagte Co-Geschäftsführerin Marianne Wüthrich. Bei pflanzlichen Ölen und Fetten seien die Preise wieder etwas gesunken. Die Energiekosten sind auch wieder gesunken, sind aber immer noch doppelt so hoch wie vor der Corona-Pandemie, wie Wüthrich verdeutlichte. Die Preise für Investitionsgüter wie die neuen Tartelettes-Anlagen seien durch den starken Franken zwar nicht ganz so stark angestiegen wie im Ausland, aber auch hier sei alles teurer geworden. Dazu kommen längere Lieferfristen.

Eigeninserat Veranstaltungen Eigeninserat Veranstaltungen

Ähnliche Beiträge

Wichtige Nachricht verpasst?

Nicht wenn Du den kostenlosen Newsletter abonniert hast.