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Schwierige Situation in der Käse-Branche

Der Export von Schweizer Käse hinkt im ersten Quartal um 1000 Tonnen dem Vorjahr nach. Die schwierige Situation war das Thema an der SCM-GV auf dem Wasserngrat.

von hps

Die SCM-Mitglieder im Restaurant auf dem Wasserngrat.

Oft ist vom «Annus horribilis» zu hören, wenn über das Jahr 2015 Bilanz gezogen wird. Auch Lorenz Hirt, Präsident von Switzerland Cheese Marketing (SCM) berichtete nichts Gutes über die Lage  die Lage im Exportmarkt für Schweizer Käse. Zwar seien die Exporte letztes Jahr mit 0,3 Prozent noch leicht gewachsen, doch die 1. Quartalszahlen im 2016 seien besorgniserregend, wie Hirt an der 18. Generalversammlung von SCM auf dem Wasserngrat (Gstaad), betonte. So seien mit 21 764 Tonnen 1049 Tonnen, oder 4,6% weniger exportiert worden. Dies sei für die ganze Milchbranche gravierend, denn die Exporte seien überlebenswichtig für die Branche.

Wir haben drei Schockerlebnisse hinter uns

Drei Ereignisse hätten dem Export von Schweizer Käse besonders geschadet. Der erste Schock sei die Aufhebung der Anbindung des Frankens an den Euro gewesen, sagte SCM-Direktor, David Escher. Der zweite war die Aufhebung der Quoten in der EU und mit dem dadurch entstehenden freien Fall der Milchpreise weil die Milchmenge um zwei Prozent stieg. Somit der Importdruck nochmals verstärkt worden. Der dritte Schock war und ist das Russland-Embargo gegen Agrargüter aus der EU. Dies hatte zur Folge, dass sich die Konkurrenzsituation auf dem Käsemarkt innerhalb der EU weiter verschärfte. Inzwischen wurde das Embargo bis Ende 2017 verlängert. Alle diese Probleme würden auf die Verkäufe drücken. SCM als Marketingorganisation will der verschärften Absatzsituation entgegenwirken. Escher sagte, dass SCM im Export eine Wachstumsstrategie in einem starken Konkurrenzumfeld verfolge.

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