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Sbrinz AOP: Abschied für Markus Baumann

Bei der Sortenorganisation Sbrinz wechselt nach dem Präsidenten nun auch der Geschäftsführer. Der langjährige Sbrinz-Chef Markus Baumann wurde an der Gesellschafterversammlung vom 9. April in Sursee verabschiedet.

Markus Baumann, der scheidende Sbrinz-Geschäftsführer.
neu in der Geschäftsleitung: Thomas Hausheer (l) und Juli Schärli (mi). rechts Sbrinz-Präsident Peter Hegglin
Ehrungen für ausgezeichnete Qualität: Guido Wolfisberg, Anton Mehr und Andreas Gut. links Peter Hegglin, rechts Markus Baumann.

Für Präsident Peter Hegglin war die Gesellschafterversammlung vom 9. April die erste, für Geschäftsführer «Mister Sbrinz» Markus Baumann war es die letzte. Baumann blickte auf 15 Jahre Tätigkeit zurück und wurde vom Vizepräsidenten Werner Troxler und von Assistentin Andrea Fischer würdig verabschiedet. Baumann habe nicht nur die Finanzen der Sortenorganisation ins Lot gebracht, sondern auch eine funktionierende Mengensteuerung eingeführt, den Marketingbereich neu aufgebaut und sich immer «weit über 100 Prozent» hinaus  für den Sbrinz eingesetzt. Der neue Geschäftsführer Stefan Heller liess sich für die Versammlung entschuldigen, er wird sein Amt am 1. Mai aufnehmen.

Für den Sbrinz war das Geschäftsjahr 2017 ein schwieriges. Überschüsse in den Lagern wurden mit Geldern abgebaut, die eigentlich fürs Marketing eingeplant gewesen wären, wie Baumann erklärte. So habe man zwar die Lager auf ein Normalmass bringen können, aber man habe mit den Preisaktionen auch die Wertschöpfung am Markt gesenkt, sagte er. Es dürfte schwierig sein, diese wieder aufzufangen. Ingesamt stiegen die Verkäufe im Inland um fast 2 Prozent auf 1295 Tonnen an, die Exporte gingen aber um 17 % auf 161 Tonnen zurück.

Bei den Gesamterneuerungswahlen wurde Präsident Peter Hegglin bestätigt, zum neuen Vizepräsident gewählt wurde Ruedi Windlin, Käser in St. Niklausen. Neu in die Geschäftsleitung gewählt wurden Juli Schärli von Lustenberger & Dürst und Thomas Heerhauser, Milchproduzent in Steinhausen.

Auszeichnungen für die beste Sbrinz-Qualität erhielten in der Kategorie Talkäsereien im 1. Rang Guido Wolfisberg, Dorfchäsi in Alpnach Dorf, und im 2. Rang Anton Mehr, Käserei Rotmoos in Rengg. In der Kategorie Bergkäsereien erhielt Andreas Gut von der Alp Chienem in Wiesenberg eine Auszeichnung.