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Ständeratskommission will neue Spielregeln im Milchmarkt

Die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK) will nicht wieder zur Milchkontingentierung zurückkehren. Mit längerfristigen Abnahmeverträgen will sie jedoch die Milchproduzenten stärken.

von sda

Die Ständeratskommission will keine Rückkehr zur Milchkontingentierung. (Symbolbild lid)
Nach Angaben der Parlamentsdienste vom 28. Juni lehnte die WAK Standesinitiativen der Kantone Jura, Freiburg und Genf einstimmig ab. Diese verlangen eine Wiedereinführung der Milchkontingentierung. Die kleine Kammer hatte die Standesinitiativen abgelehnt, der Nationalrat nahm sie an. Nun kommen sie erneut in den Ständerat.
Milchlieferant soll Preis vor Ablieferung kennen

Nach Ansicht der WAK geben die aktuellen Entwicklungen auf dem Milchmarkt durchaus zur Sorge Anlass. Sie hat daher mit 7 zu 1 Stimmen eine Kommissionsmotion beschlossen, um die Interessen der Milchproduzenten zu stärken.

Diese verlangt vom Bundesrat, bei der Branchenorganisation Milch gewisse Inhalte im Standardvertrag für den Kauf und den Verkauf von Rohmilch durchzusetzen. Zum Beispiel soll der Milchlieferant den Preis vor der Ablieferung kennen.

An der Segmentierung des Milchmarkts soll festgehalten werden. Menge und Preis fürs A- und B-Segmente müssten für mindestens drei Monate festgelegt werden. Produzenten, die keine billige B- oder C-Milch liefern wollen, sollen nicht mit Mengenkürzungen bei der A- und B-Milch bestraft werden dürfen.