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Milchproduzenten informierten online

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) führten ihre Regionaltagungen dieses Jahr online durch. Thema waren die Auswirkungen von Corona auf den Milchmarkt und die Butterimporte.

von lid/mos

Angesichts der knappen Butterlager, seien die Produzentenpreise zu wenig gestiegen, meinen die SMP. (Bild lid/Pixabay)

Die rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Webinare wurden über die Aktualitäten im Milchmarkt und der Milchpolitik informiert, wie die SMP in einer Mitteilung schreiben.

Hohe Inlandnachfrage nach Milchprodukten

Während der ersten Corona-Welle sei der private Konsum stark gestiegen, die Nachfrage nach einzelnen Produkte habe im Detailhandel im März und April um 40 Prozent zugenommen, heisst es in der Mitteilung. Nach der ersten Abflachung und der Wiedereröffnung der Gastronomie ab Juli-August, sei mit der zweiten Corona-Welle erneut ein Absatzwachstum zu verzeichnen. So zeigten Butter (+17.6%), Rahm (+13.1%) und Käse (+14%) über das ganze Jahr hinweg ein zweistelliges Wachstum im Absatz beim Detailhandel.

Butterimporte: «Fehler nicht wiederholen»

Insgesamt werden in diesem Jahr 5800 Tonnen Butter importiert. An den Webinaren zeigte der SMP laut Mitteilung auf, dass die gemachten Fehler nicht wiederholt werden dürften. Insbesondere fordern die SMP, die Swissness immer einzuhalten sowie die Transparenz bei Importen und beim Veredelungsverkehr zu steigern. Ausserdem seien angesichts der knappen Butterlager die Produzentenpreise zu wenig gestiegen.