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Milchprodukte und Feriengäste – eine gute Kombination

Schweizer Milchproduzenten können mit Agrotourismus ihr Einkommen und ihre Produktivität steigern. Demgegenüber haben Direktvermarktende eine deutlich tiefere Produktivität, das zeigt eine Studie von Agroscope.

von pd

(Bild Gabriela Brändli/Agroscope)
Mit Milchproduktion erwirtschafteten Landwirtinnen und Landwirte 2020 rund 22 % der gesamten landwirtschaftlichen Produktion: rund 2,5 Mrd. von 10,4 Mrd. Franken. Weil der Preisdruck auf die Milchviehbetriebe wächst, werden Diversifikationsstrategien in der Milchproduktion immer wichtiger. Eine kürzlich erschienene Studie von Agroscope und einem externen Forschungspartner untersuchte auf der Daten-Basis von 3500 Betrieben drei unterschiedliche Strategien für Milchviehbetriebe, wie Agroscope am Donnerstag mitteilte:
    – starke Spezialisierung auf die Milchproduktion
    – Diversifikation mit Schwerpunkt Direktvermarktung
    – Diversifikation mit Schwerpunkt Agrotourismus

Die Gruppe mit Agrotourismus zeigte dabei laut Agroscope eindeutig den grössten Vorteil – sowohl bezüglich Einkommen als auch bezüglich Arbeitsproduktivität. 

In der Schweiz seien Milchproduzierende mit Direktvermarktung bezüglich Einkommen gleichauf mit Betrieben, die sich auf reine Milchproduktion spezialisieren. Doch bei der Arbeitsproduktivität liessen sich deutliche Defizite erkennen, wie Agroscope schreibt. Möglicherweise werde der Arbeitsaufwand für die Herstellung der verschiedenen Milchprodukte unterschätzt. Oder die Vermarktungsstrategie führe nicht zur angestrebten Umsatzsteigerung. Bei der Umstellung auf Direktvermarktung müssten Landwirtinnen und Landwirte daher die Arbeitsressourcen sorgfältig im Auge behalten.

Sie können die Studie auf der Agroscope-Website runterladen