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Umsätze im Konstanzer Detailhandel bleiben tiefer

In Konstanz ist der Einkaufstourismus noch nicht auf dem Niveau von vor der Corona-Krise.

von pd

Der Einkaufstourismus in Konstanz ist noch nicht auf dem Niveau von vor der Corona-Krise. Gemäss Händlern aus Konstanz fehlten Mitte Juli immer noch 20 bis 30 Prozent der Schweizer Kunden im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten, wie das St.Galler Tagblatt schreibt.
Aufgrund der Debitkarten-Transaktionen war Monitoring Consumption Switzerland davon ausgegangen, dass der Einkaufstourismus in voller Stärke zurück sei. Dabei seien aber Bargeldzahlungen nicht erfasst, und die Zahlen des Hauptzollamtes Singen zeigten etwas anderes, heisst es weiter. Die Zahl der Ausfuhrscheine, mit denen Schweizer Einkaufstouristen die deutsche Mehrwertsteuer zurückerstattet erhalten, liege immer Anfang August noch 50 Prozent unter dem Niveau von vor Corona, wird Pressesprecher Mark Eferl zitiert.
Auch Daniel Hölzle, Vorsitzender der Konstanzer Händlervereinigung Treffpunkt sagt, derzeit liege der Umsatz insgesamt immer noch 25 Prozent tiefer als 2019. Viele Schweizer seien auch durch die ständig ändernden Corona-Regeln verunsichert.
Claudius Marx, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee, weist im St.Galler Tagblatt darauf hin, dass der Einkaufstourismus schon ab 2016 leicht zurückgegangen sei. Mit der Bagatellgrenze Anfang 2020, mit der die Mehrwertsteuer nur noch bei Einkäufen über 50 Euro rückerstattet wird, seien die Einkäufe weiter gesunken. Dazu komme, dass der Online-Handel auf beiden Seiten der Grenze dem stationären Handel zusetze.