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Der Milchkuhbestand bleibt stabil

Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe hat auch letztes Jahr abgenommen. Getreide wurde mehr angebaut, Zuckerrüben weniger und Bio ist auf dem Vormarsch, wie die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen.

von pd/mos

(Symbolbild Pixabay)
2021 gab es in der Schweiz 48’864 Landwirtschaftsbetriebe, das sind 500 weniger als im Vorjahr. Verschwunden sind kleine Betriebe mit einer Fläche von 10 bis 20 Hektaren (-2,8%), während die Zahl von Betrieben mit über 30 Hektaren zugenommen hat (+1.3%). Die durchschnittliche Betriebsfläche lag 2021 bei 21,3 Hektaren. Das geht aus der landwirtschaftlichen Strukturerhebung 2021 hervor, die das Bundesamt für Statistik veröffentlicht hat.
Milchkuhbestand stabil, Schweinebestand leicht zunehmend
Nach einem sechsjährigen Rückgang blieben die Milchkuhbestände im Jahr 2021 stabil (–0,2%), wobei die Zahl der Betriebe mit Milchkühen ab- und die durchschnittliche Grösse der Milchkuhherden zunahm. Die Zahl der Bio-Milchbetriebe (3340) blieb 2021 nahezu unverändert.
Die Zahl der Schweine erhöhte sich 2021 um 1,3%, nachdem zuvor seit 2015 ein stetiger Rückgang verzeichnet worden war. Der Bestand an Bio-Schweinen ist nach wie vor niedrig und macht lediglich 2,7% des Gesamtbestands aus. Der Geflügelbestand nahm erneut zu (+1,1%), wenn auch weniger stark als im Jahr 2020. Bei den Legehühnern blieb der Bestand stabil. 20% davon wurden nach Bio-Standard gezüchtet. Die Zahl der Mastpoulets stieg um 1,3% an, was auf den zunehmenden Konsum von inländischem Geflügel zurückzuführen ist.
Im Jahr 2021 nahm die Anbaufläche für Getreide (146’400 ha) gegenüber dem Vorjahr um 3% zu, jene für Kartoffeln (–2%, 10’700 ha) und Zuckerrüben (–8%, 16’200 ha) ging hingegen zurück.
Die biologische Anbaufläche nahm weiter zu (181’400 ha; 17% der LN). Besonders stark erhöhte sich die Fläche von Bio-Reben (2240 ha, +461 ha). Der Bio-Weinbau hat sich innerhalb von vier Jahren verdoppelt.