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Die Appenzeller-Exporte brechen ein

Nach zwei Spitzenjahren sind 2022 beim Appenzeller Käse die Produktion und der Export um rund 13 Prozent eingebrochen. Negativ wirkte sich die Abhängigkeit vom deutschen Markt aus.

Der Appenzeller war letztes Jahr im Ausland weniger gefragt, im Inland wurde mehr verkauft. (zVg)

Rund 40 Prozent des Appenzeller Käses wird in Deutschland verkauft. Im wichtigsten Exportmarkt für den Appenzeller vermiesten jedoch Inflationsraten von bis zu 10 Prozent die Kauflaune. Das bekam auch der Appenzeller zu spüren: Die gesamten Exporte brachen letztes Jahr um 12,8 Prozent ein auf 4456 Tonnen.
Die leichten Mehrverkäufe in der Schweiz (+2,4 Prozent auf 4567 Tonnen) vermochten den Einbruch nicht zu kompensieren. Unter dem Strich sank deshalb der Appenzeller-Absatz letztes Jahr um knapp sechs Prozent auf 9023 Tonnen, wie die Sortenorganisation Appenzeller am Freitag anlässlich ihrer Generalversammlung mitteilte.
Volle Lager, gedrosselte Produktion
Als Reaktion auf die sinkenden Verkäufe und die vollen Lager drosselte die Sortenorganisation 2022 die Produktion. Sie sank von 9743 Tonnen im Vorjahr um 13 Prozent auf 8462 Tonnen und lag damit unter dem Vor-Coronaniveau von 2019 (8795 Tonnen). Man habe letztes Jahr in keinem Monat «auf Budget produzieren können», heisst es in der Mitteilung weiter.
Vom Produktionsrückgang besonders betroffen war dabei das Standard-Vollfett-Geschäft (-14,3% auf 7592 t). Der Appenzeller Rahmkäse konnte mit 310 Tonnen fast ans Vorjahr (314 t) anknüpfen, zulegen konnte der Appenzeller für Raclette (+8% auf 121 t), der sich besonders in Frankreich und den Beneluxstaaten gut verkaufte. Der Bio-Appenzeller musste einen Produktionsrückgang von 414 auf 405 Tonnen hinnehmen.
Um die Abhängigkeit vom europäischen Exportmarkt und insbesondere Deutschland zu verringern, will die Sortenorganisation die Überseemärkte ausbauen, wohin laut Geschäftsbericht 2021 weniger als ein Prozent des Appenzellers exportiert wird.
Rudolf Hegg übernimmt die Geschäftsführung
Christoph Holenstein, der acht Jahre lang die Sortenorganisation Appenzeller geführt hat, wurde nach fast 30 Jahren im Unternehmen pensioniert. An der Generalversammlung vom 28. April wurde Rudolf Hegg, der bisherige Vizedirektor, zu seinem Nachfolger gewählt. Hegg war seit Oktober 2018 als Leiter Marketing und Marktentwicklung bei der Sortenorganisation tätig. Pirmin Baumann wurde zum neuen Vizedirektor gewählt; er leitet seit über zwei Jahren das Qualitätsmanagement bei der Sortenorganisation.

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