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Choviva: Die Schokolade ohne Kakao

Das Münchner Start-up Planet A Foods hat eine Schokoladenalternative auf Basis von Hafer und Sonnenblumenkernen entwickelt. Auf der ISM wurde Choviva als Top-Innovation ausgezeichnet. Industriepartner nutzen Choviva bereits als Zutat.

In der Schokoladenalternative Choviva steckt Null Prozent Kakao drin. Trotzdem schmecke Choviva wie Schokolade und habe auch die selbe zartschmelzende Textur, verspricht das Münchner Start-up Planet A Foods. Der Trick: lokale Rohstoffe wie Hafer und Sonnenblumenkerne werden fermentiert und dann geröstet. Die Zwillinge Sara und Max Marquart, die das Start-up 2021 gründeten, verstehen Choviva als nachhaltige Alternative und Entlastung der Kakaolieferkette, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Nachfrage nach Schokolade steige, aber die konventionelle Produktion werde zunehmend herausfordernder.
Dank kurzen Lieferketten und der Vermeidung von Waldrodungen sei der C02-Fussabdruck von Choviva bis zu 90 Prozent kleiner als der konventioneller Schokolade. Zudem enthalte Choviva dank der natürlichen Süsse des Hafers bis zu 30 Prozent weniger Zucker. Choviva kann in Kombination mit herkömmlicher Schokolade oder als vollwertiger Ersatz verwendet werden.
Erfolgreich als B2B-Zutat
Der Markt scheint den Zwillingen recht zu geben. An der Internationalen Süssigkeitenmesse ISM von Ende Januar in Köln überzeugte Choviva die Fachjury, diese wählte die kakaofreie Schokolade zur Top-Innovation der Messe (foodaktuell berichtete). Zudem nutzen bereits verschiedene Hersteller Choviva als Zutat in ihren Produkten. So hat etwa der Müeslihersteller Peter Kölln drei vegane Müslis mit dem Schokoladenersatz auf Haferbasis herausgebracht. Und der Kekshersteller Griesson-de Beukelaer hat Kekse mit Choviva-Überzug lanciert. Die Produkte sind bei Rewe und Penny im Regal. Auch der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt nutzte für seine Hello-Tafel «Vegan Soft & Creamy Hazelnut Choviva» als Füllung. Und die Lufthansa bietet ihren Business-Class-Gästen die Choviva-Tafeln an.
Internationale Expansion
Erst kürzlich hat das Start-up in einer Series-A-Finanzierungsrunde 15,4 Millionen Dollar frisches Kapital gesammelt. Das Unternehmen will mit dem Geld die Produktion der Kakaoalternative hochfahren, die Kosten senken und in weitere Märkte expandieren, namentlich nach Grossbritannien. Sara und Max Marquardt verhandeln zudem mit strategischen Vertriebspartnern in anderen europäischen Märkten, Asien und in den USA. In die Karten spielen dürfte dem Unternehmen dabei auch der Umstand, dass der Kakaopreis derzeit ein Allzeithoch erreicht hat.
750 Kilogramm pro Stunde
Das 40-köpfige Team von Planet A Foods hat seinen Hauptsitz bei Planegg in München. Produziert wird im tschechischen Pilsen. Die Anlage wurde mit dem neuen Kapital bereits ausgebaut. Inzwischen kann das Unternehmen 750 Kilogramm Chovia pro Stunde herstellen. Der Prozess ist IFS-zertifiziert.

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