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Erste Schritte zu klimafreundlicherer Milch

234 Milchbetriebe versuchen im Rahmen des Projekts KlimaStaR Milch klimafreundlicher zu werden. Nach einem Jahr ziehen die Projektpartner eine erste Bilanz.

(Symbolbild Pixabay)

Die Milchproduktion klimafreundlicher machen: Das ist das des Projekts KlimaStaR Milch, das die Milchverarbeiter Nestlé und Emmi zusammen mit den Milchproduzentenorganisationen Aaremilch und Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) und AgroCleanTech letztes Jahr lanciert haben (foodaktuell berichtete). Konkret geht es darum, bis 2027 die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent zu senken und die Feed-Food-Competition ebenfalls um 20 Prozent zu reduzieren. Nach einem Jahr ziehen die Partner nun eine erste Bilanz.
Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch tiefer als erwartet
Beim Projekt machen 234 Betriebe mit einer Produktion von rund 58 Millionen Kilogramm Milch mit. Die ersten Auswertungen zeigen: Die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch sind tiefer sind als erwartet, sie liegen im Schnitt bei 0.885 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalenten pro Kilogramm Milch, wie die Projektpartner in einer Mitteilung schreiben.
Im ersten Projektjahr konnten die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch im Mittel um ein Prozent reduziert werden - «dies trotz schlechter Futterbaubedingungen im Jahr 2021 und der daraus resultierenden stark unterdurchschnittlichen Futtermittelqualität, die zu einer leichten Reduktion der Milchleistung führten», wie es weiter heisst. Hier zeige sich die Abhängigkeit der Betriebe von externen, nur bedingt beeinflussbaren Einflussgrössen.
Der zweite Schwerpunkt des Programms neben den Treibhausgasen ist die sogenannte Feed-Food-Competition. Sie setzt sich zusammen aus der Nahrungsmittelkonkurrenz und der Flächenkonkurrenz. Nahrungsmittelkonkurrenz entsteht, wenn als Lebensmittel verwendbare Produkte an landwirtschaftliche Nutztiere verfüttert werden. Flächenkonkurrenz entsteht, wenn für die Lebensmittelproduktion geeignete Anbauflächen für die Futtermittelproduktion genutzt werden.
Bei der Nahrungsmittelkonkurrenz konnten die beteiligten Milchproduzenten im ersten Projektjahr durch eine Reduktion der Kraftfuttermengen und durch eine gezielte Anpassung der Futterration die Nahrungsmittelkonkurrenz um 9 Prozent reduzieren. Dieser Wert liege deutlich über den Erwartungen.
Der Bereich Flächenkonkurrenz ist im Aufbau, Zwischenergebnisse sind laut Mitteilung nächstes Jahr zu erwarten.
Ein Netzwerk als Erfolgsgarant
Im ersten Projektjahr haben die Projektträger ein in Forschung, Politik und Praxis breit verankertes Kompetenznetzwerk aufgebaut. Es vereint 15 Organisationen mit insgesamt 30 Mitarbeitenden entlang der gesamten Wertschöpfungskette: kantonale Beratungsinstitutionen, das Bundesamt für Landwirtschaft, die Hochschule HAFL, den Milchhandel, die Milchverarbeitung, die Milchproduktion, Kontrollorganisationen und die Futtermittelindustrie.
«Nur mit vereinten Kräften der gesamten Kette kann der anspruchsvolle Wissensaufbau und -transfer von der Wissenschaft über die Beratung bis zum Milchproduzenten gelingen», schreiben die Projektträger. So sei beispielsweise im Bereich Nahrungsmittelkonkurrenz die Zusammenarbeit mit der Futtermittelbranche ein wichtiger Faktor gewesen, damit praxistaugliche Lösungen erarbeitet werden konnten.
Engagierte Milchbetriebe werden belohnt
Die teilnehmenden Betriebe haben durch das Projekt laut Mitteilung eine praxisnahe und betriebsspezifische Analyse der Treibhausgasemissionen ihrer Milch erhalten. Auf dieser Basis haben sie in Zusammenarbeit mit den kantonalen Beratungsinstitutionen und der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) individuelle und an ihren Standort angepasste Strategien zur Emissionsreduktion erarbeitet. Welche Massnahmen sie umsetzen, ist den Betrieben überlassen. Ein wirkungsorientiertes Prämienmodell soll positive Anreize zur Umsetzung geben.

Milchwirtschaftliches Museum

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